Innenarchitekten in Sachsen und Sachsen-Anhalt - BDIA Mitteldeutschland

Studie Wettkampfhalle·


Studie zu temporären Wettkampfhallen

für die Olympiabewerbung der Stadt Leipzig

Auftraggeber: Olympia GmbH - Augustusplatz 9 - 04109 Leipzig

Planung: S&P Ingenieure und Architekten - Leipzig - 2003-2004

Erbrachte Leistung:

  • maßgebliche architektonischen Bearbeitung
  • Präsentation und Darstellung

Zur Bewertung von Olympiabewerbungen wird unter anderen auch der spätere Bedarf und die nachhaltige Auslastung aller Wettkampfstätten und Einrichtungen geprüft. Da eine eher kleine Stadt wie Leipzig, diese Bauwerke nicht dauerhaft sinnvoll auslasten kann, sollte die Wiederverwendbarkeit von Wettkampfhallen für andere Standorte untersucht werden.

Um eine fundierte kostentechnische Betrachtung durchführen zu können, wurde ein beispielhafter Entwurf erstellt, der auf die speziellen Anforderungen ausgerichtet war. So wurde eine Konstruktion aus Stahl- und Betonfertigteilen gewählt, die nach den olympischen Spielen in transportfreundliche Elemente zerlegt und an anderer Stelle wiedererrichtet werden kann. Eine leichtgewichtige Dachkonstruktion mit textiler Dachmembran entsprach ebenfalls gut den Zielstellungen. Weiterhin wurden verschiedene Ideen verfolgt, welche besonders auf die Gewichtsreduzierung und transportable Elementgrößen der Konstruktion hinzielten. So wurden unter anderem bewusst offene Räume unter den Tribünen belassen. Diese haben gegenüber geschlossenen Räumen geringere Brandschutzanforderungen, was wiederum den Einsatz leichterer Metallkonstruktionen ermöglicht (bei Betonelementen ist der Transport ab einer bestimmten Entfernung teurer ist als die erneute Herstellung).

Neben finanziellen Einsparmöglichkeiten wurde vor allem auch die Ressourcenschonung, durch die Weiterverwendung eines großen Teils aller Bauteile, als ein wichtiger Nachhaltigkeitseffekt herausgestellt.

Die Studie wurde in Zusammenarbeit mit dem Büro Leipzigbau (Kostenermittlung) sowie mit Unterstützung des Büros für lightweight Design in Radolfzell (Membrandach) im Rahmen von "Ingenieure für Olympia" erstellt. Diese Initiative der Ingenieurkammer Sachsen unterstützte die deutsche Olympia-Bewerbung.